Heimatvereen          
Ocholt-Howiek e.V.

Terminkalender

Wi späält woller plattdüütsch Theater: "De geköffte Ehemann"

Eene Komödie in 4 Törns van Helmut Schmidt.

 

Theaterkarten reservieren:

montags, mittwochs und freitags 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Telefon: 0 44 09 / 90 78 95 7

 

Preis: 10,00 € je Karte

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28.11.2025 - ab 20:00 Uhr     keine Plätze mehr verfügbar!

Theatervorstellung "De geköffte Ehemann"

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01.12.2025 - ab 20:00 Uhr     keine Plätze mehr verfügbar!

Theatervorstellung "De geköffte Ehemann"

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03.12.2025 - ab 20:00 Uhr

Theatervorstellung "De geköffte Ehemann"

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05.12.2025 - ab 20:00 Uhr

Theatervorstellung "De geköffte Ehemann"

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07.12.2025 - ab 15:00 Uhr  (letzte Vorstellung)

Theatervorstellung "De geköffte Ehemann"

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De Howieker Watermöhln

Um 1600 gab es in Ocholt und Howiek noch keine Mühle.

 

Die Howieker Bauern mussten ihr Korn in der sechs Kilometer entfernten Bockmühle in Gießelhorst mahlen lassen. 

Um diesen beschwerlichen Weg zu vermeiden und Zeit zu sparen, beschlossen die drei Howieker Bauern Dietrich, Oltmann und Gerd zu Howiek, für sich selbst an der Ollen-Bäke eine Wassermühle zu errichten. 

Als sie nun um Baugenehmigung nachsuchten, wurde diese nicht erteilt. Wahrscheinlich hatten die Besitzer der anliegenden Wischen protestiert, da sie bei der Stauung des Wassers Überschwemmungen befürchteten. Die Howieker ließen sich aber nicht einschüchtern und wandten sich an den Landesherrn, den Grafen von Oldenburg. Jedoch auch hier gab es Schwierigkeiten. Schließlich wurde der Bau unter der Bedingung genehmigt, dass die Wassermühle auf dem „höchsten Bült“ von Howiek errichtet würde. Mit dieser Bestimmung glaubten die Herren in Oldenburg, den „dummen“ Howieker den Bau der Mühle unmöglich gemacht zu haben.

 

Man hatte jedoch nicht mit der Schlauheit der Bauern gerechnet, die sofort ans Werk gingen und eine Mühle mit einem unterschlächtigen Wasserrad bauten. In der Bäke legten sie ein Wehr an und zogen einen Graben, durch den sie das aufgestaute Wasser nach dem Mühlenrad leiteten.

 

Aber bald stellten sich schon Schwierigkeiten ein, denn die in viele Windungen und wenig Gefälle träge dahinfließende Ollen trat über die Ufer und überschwemmte die angrenzenden Wischen, wodurch Streitigkeiten mit den Besitzern entstanden. Diese wollten das Stauen des Wassers verhindern und spielten dem Müller manchen Streich. Sie zogen in der Nacht die Stauschotten hoch, sie durchstachen die erhöhten Ufer oder sägten Balken durch, um dem gestauten Wasser einen schnellen Abfluss zu verschaffen. Am Morgen gab´s dann in der Mühle ein „langes Gesicht“, weil der Müllerknecht ohne Wasser nicht mahlen konnte.

 

Über 300 Jahre klapperte die Mühle an der Ollen und mahlte im Winter oft bei Tag und Nacht das Korn der Eigentümer der Mühle und der Heuerleute zum täglichen Brot. Die Müllerarbeiten verrichteten abwechselnd Großknechte der Mühlenbesitzer. Sie hatten es nicht sonderlich schwer, denn es dauerte etwa zweieinhalb Stunden, bis ein Sack Roggen von 150 Pfund als Mehl im Sack war. Das Korn wurde bei zu Jeddeloh im Backofen getrocknet, damit es sich besser mahlen ließ, d.h. im Mahlvorgang nicht gequetscht wurde. Gemessen wurde nur mit einem Hohlmaß, dem Scheffel. Er fasste 36 Pfund Roggen. Das alte Ammerländer Flächenmaß: 1 Scheffelsaat entspricht 100 Quadratmetern. Das ist die Fläche, auf der man einen Scheffel (36 Pfund) Roggen aussäen muss.

 

Nach der Erntezeit, wenn das Vieh aufgestallt worden war, wurden die Schotten des Stauwehrs in die Ollenbäke niedergelassen. In niederschlagsarmen Zeiten konnten bis zu drei Wochen vergehen, ehe genügend Waser zum Betrieb der Mühle angestaut war. Die vorgelagerten Wischen wurden so weit überschwemmt, dass die Richelpfähle häufig nicht mehr aus dem Wasserspiegel herausragten. Die Stauhöhe hat bis zu einem Meter über dem Normalwasserspiegel betragen.

Gemahlen wurde den ganzen Winter über bis zum März. Natürlich gab es Auseinandersetzungen mit den Anliegern. 

Auf der einen Seite Prozesse, auf der anderen Seite Sabotageakte am Wehr und an der Einrichtung der Mühle. Einmal wurde zum Beispiel ein ausgehobenes Stauschott bis nach Apen abgetrieben, ein andermal waren die Eisenbänder von den Mühlensteinen gestohlen worden.

 

Bei den Stauschotten, die natürlich einen gewissen Anteil des anfallenden Wassers frei durchließen, waren Fischkörbe aufgestellt. Die Ollenbäke war damals noch sehr fischreich. Es wurden Hechte bis zu 14 Pfund gefangen. Eine Schonzeit gab es damals nicht, wenigstens wurde sie nicht beachtet. Der Hecht zog zur Laichzeit gegen die Strömung den Lauf der Ollen aufwärts. In der Stauströmung unter dem Schott wurde er in den Fischkorb zurückgeworfen.

 

Der Wassermüller hielt sich im Winter den ganzen Tag in der Mühle auf. Das Essen wurde ihm nachgebracht. In einer Ecke hatte er ein offenes Feuer. Morgens nahm er sich einen Sack voll Torf vom Hofe mit. Zur Beleuchtung des Raumes wurde eine Sturmlaterne mitgenommen, manchmal musste auch ein Kienspan diesen Dienst verrichten.

 

Es wurde keine Lohnmüllerei betrieben. Nur das Korn der Eigentümer wurde gemahlen und die Heuerleute durften ihr selbst geerntetes Korn mahlen.

 Quelle: "Verstäken Stück Heimat" vom Heimatverein Ocholt-Hoiek e.V.

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